Medellín, Colombia - Polarsteps

Heute treffen wir meine Freundinnen vom Lauf in La Ceja (Carrera de Mujeres). Kilian und ich sind schon ganz gehyped, endlich, nach 4 Tag Hypertourispots mal wieder was Authentisches. Mit leichtem Kater machten wir uns auf nach Carmen. Die einstündige Fahrt verlief problemlos, in Carmen angekommen holten uns Ana und ihre Schwester direkt ab und liefen mit uns durchs Zentrum, bis zu ihrem Haus, wo wir unser (schweres) Gepäck endlich abladen konnten. Es ist Samana Samta (Österfest) und El Carmen ist tiefkatholisch, vor der Kirche, also auf dem Hauptplatz von El Carmen versammelte sich das Volk, es gab ein Trauermarsch und Kinder trugen den Sarg Jesus zur Kirche. Ich hatte fast ein schlechtes Gewissen, an diesem Tag Tourist zu sein😅. Ana und ihre Schwester haben sich herlichst um uns gekümmert, nach einem Schwaz bei ihnen zu Hause ging es auch schon los. Wir treffen andere Freundinnen für Almuerzo in Zentrum. Auch die Freundinnen kannte ich aus La Ceja. El Carmen ist wirklich süss und authentisch. Wir waren wohl die einzigen Touristen, die je hier waren. Da wir nicht die einzigen waren, die Essen wollten, gab es vor dem Restaurant eine riesen Schlange. Die Freundinnen von Ana boten dan gleich an, sich in die Schlange zu stellen und damit wir noch mehr von El Carmen sehen können. Dankbar aber sehr zögernd nahmen wir das Angebot an und gingen mit Ana und ihrer Schwester in eine Cafeteria, da gibt es die besten Salcica. Kombiniert mit Bier genossen wir die Spezialität von El Carmen zur Vorspeise. Pünktlich auf den letzten Bissen, klingelte das Telefon, wir haben einen Platz im Restaurant. Dort ging das Essensprogramm sogleich weiter. Die ausgelassene und lustige Stimmung erhälte dem Raum und ich verspürte Dankbarkeit. Die Menschen hier sind so unglaublich lieb und grosszügig obwohl sie wahrscheinlich weniger besitzen als wir in der Schweiz. Ana bestand ständig darauf uns einzuladen, egal für was… Wir hatten ziemlich Zeitdruck und mussten so halb zum nächsten Programmpunkt rennen. Olga (die Frau, die mich eigentlich eingeladen hat und die mich in La Ceja angesprochen hat ( ein Tier 💪🏼 von Frau) ist die Mutter von der einen mit der wir Essen waren. Wir sollten sie (die Mutter) überraschen, sie wusste nicht, dass wir hier sind. So versteckten wir uns im Tanzraum der Tochter, wo wir, währen der 20‘ Wartezeit, einen Crashkurs in Salsa Bachata und Reaggeton erhalten haben (was soosooosooo cool war). Als Olga kam und uns sah, musste sie gleich los schreien (haha) sie umarmte uns und hiess uns mit diesee kolumbianischen Herzlichkeit Willkommen. Obwohl wir nur 3 h in el Carmen waren, fühlten Kilian und ich uns wirklich sehr wohl, willkommen und irgendwie fühlte sich alles so vertraut an. Leider mussten wir kurz später auch schon aufbrechen, Ana und ihre Schwester fuhren uns zum Flughafen (auch das, so lieb) und von dort ging der Flieger um 6 Uhr nach Cartagena. Eine Sekunde dauerte es, bis wir merkten, ja, anderes Klima. Eine feuchte aber heisse Luft stoss uns entgegen. Alles in Allem wohl etwas zu viel für mich (+ Kater von gestern), mein Magen war wieder wtwas unruhig und mein Kopf pochte wild. Aus diesem Grund wollte ich mich vor der Bartour (welche vom Hostel organisiert wurde) noch hinlegen. Geplant: 20 Minuten, Umgesetzt: um 1:30 Nachts erwachte ich, wütend auf mich selbst, rannte ich aus dem Zimmer, wo mir Kilian gleich entgegen wanderte. Ich habe mich so auf die Bartour gefreut und habe sie tatsächlich verschlafen (Für Infos über die Bartour, bitte bei Kilian nachfragen) Kilian hatte Mitleid und bot mir an noch einmal mit mir um die Häuser zu ziehen, die Altstadt von Cartagena ist nämlich weltberühmt und wunderschön, auch für Bars und das Nachtleben. So machten wir uns (das erste mal in meinem Leben) um 1:30 auf den Weg. In Getsemani (place to be) traffen wir tatsächlich noch Leute aus dem Hostel und liessen dann den Abend in einem tollen Salsaclub ausklingen.
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