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Frank Trojahn
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Panamericana 2024/2025
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Guasaule (Grenze nach Nicaragua)
Guasaule, Honduras - Polarsteps
Eigentlich müsste die Regenzeit jetzt vorbei sein. Leider beschert uns der Hurrikan Sara immer noch Regenfälle wie aus Kübeln - leider wohl auch noch die nächsten Tage. Es hat die ganze Nacht über geschüttet und wir brechen bei sintflutartigem Regen auf in Richtung Nicaragua. Die Straßen in Choluteca sind überflutet, nur die Hauptstraße - die Panamericana (CA-1) ist noch passierbar. Der Grenzübertritt von Honduras nach Nicaragua soll angeblich einer der schwierigsten der gesamten Reise sein. Andere Traveller berichteten von 7 - 8 Stunden. Da wir mit unserem Motorrad an der ca. 1,5 km (absolut irre !!!) LKW-Schlange vorbeifahren können, benötigen wir letztendlich „nur“ 3 Stunden.
Hier ein kurzer Erfahrungsbericht für den Grenzübertritt von Honduras nach Nicaragua in Guasaule (auf dem Weg nach León):
- In Honduras die LKW-Schlange passieren und danach vor dem Gebäude links „Migracion“ parken
- Ausreisestempel an einem der 12 Schalter (nur 3 besetzt) im Gebäude holen. Gute Klimaanlage 😉
- Am Schalter 1 oder 2 (links daneben) wird das TIP entwertet (völlig problemlos). Wir bekommen eine Kopie, die wir aber nirgends mehr benötigten
- Die Brücke über den Grenzfluss nach Nicaragua überqueren wir über den linken Fußweg (ein Polizist wies uns an, darüber zu fahren), da die Straße auf beiden Spuren komplett von LKW blockiert war
- Hinter der Brücke durch die „Fumigacíon“ (Entpilzung?) auf der linken Seite der Straße. Jemand spritzt lustlos unsere Reifen ab - wir können auf dem Motorrad dabei sitzen bleiben
- Weiter zur zum Gebäude „Migracíon“ von Nicaragua. Vorletzten Parkplatz hinten links nehmen, da man sein ganzes Gepäck später abbauen und zu einem Scanner trage muss
- Zuerst die Pässe außen, links vom Eingang (!) an einem Fenster zeigen. Fragen nach woher, wohin, Alter, Telefonnummer. Man erhält einen kleinen Zettel (wird später benötigt)
- Danach im Gebäude in die Schlange für den Einreisestempel stellen. Wir haben ca. 1 Stunde gebraucht. Davon allerdings 30 Minuten in einem Hinterzimmer für eine peinliche Befragung, weil meine Berufsangabe „Bankangestellter“ dem Zöllner irgendwie nicht gefiel 🤷🏼♂️ (besser wäre wohl Gärtner oder Kellner anzugeben)
- Danach Fingerabdrücke von beiden Händen und Foto vom Gesicht. Den kleinen Zettel abgeben, den man draußen bekommen hat
- 13 US$ pP bezahlen und Einreisestempel auf einem Zettel bekommen (nicht im Pass)
- Weiter zur Zollkontrolle. Das Ganze Gepäck vom Motorrad abbauen und durch den Gepäck-Scanner laufen lassen (es schaut aber niemand nach draußen, ob wirklich das das ganze Gepäck vom Motorrad genommen wurde).
- Wir mussten danach zusätzlich die Alukoffer öffnen und eine dicke Frau mit rosa Gummistiefeln hat den Inhalt durchwühlt (vermutlich auf der Suche nach einer Drohne 😂). Man bekommt danach einen Zettel
- Am Schalter gegenüber (links) die Fumigacíon bezahlen (2,20 US$) für das Motorrad. Quittung erhalten
- An Schalter rechts daneben für das Nicaragua-TIP den Zettel der Zolldurchsuchung, die Quittung der Fumigation, den Zettel mit dem Einreisestempel, Pass, Fahrzeugschein und Führerschein abgegeben. Wartezeit in der Schlange 20 Minuten. Kosten keine. TIP bekommen
- Weiterfahren über den Kreisverkehr nach links. Ein Mann in dunkelblauer Kleidung hält uns danach an und will das TIP und Führerschein sehen. Er schickt uns zu einer Dame an einer Picknickbank links von der Straße
- Wir müssen hier für 12 US$ eine Versicherung kaufen
Alles in allem also ein ganz normaler Grenzübertritt in Mittelamerika. Das eigene Fahrzeug macht die Sache etwas komplizierter, aber 3 Stunden sind doch voll ok - wir haben ja schließlich Urlaub 😎
Country Guides:
Honduras