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Frank Trojahn
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Panamericana 2024/2025
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León
Isla, Nicaragua - Polarsteps
Nun sind wir also in Nicaragua - im Land der tausend Vulkane und einer Militärdiktatur. Von unserer Grenzerfahrung einmal abgesehen, sehen wir davon auf den ersten 100 km aber erstmal nichts. Unsere erste Station ist León, eine der ältesten Städte Amerikas. León wurde 1524 von Francisco Hernández de Córdoba gegründet
Die Stadt mit den vielen Kirchen und noch mehr verfallenen, einst wohl wunderschönen Kolonialvillen gilt als intellektuelle Metropole Nicaraguas und ist traditionell der Sitz der revolutionären Sandinisten. Die Parteikürzel FSLN (Sandinistische Nationale Befreiungsfront) sind auf allen Gebäuden zu sehen.
Wir besichtigen die größte Kathedrale Lateinamerikas und steigen für einen Überblick über die Stadt auf deren Dach. Danach geht es über die Plaza de la Revolución zur Iglesia de la Recolección - mit ihrer gelben, schön verzierten Fassade und Mahagonisäulen im Inneren ist sie das Wahrzeichen der Stadt. Nach einer Erkundung der großen Markthalle und einem Eis in der angeblich besten Eisdiele in Mittelamerika (so sind auch die Preise ☺️) fahren wir mit einem Fahrrad-Tuk-Tuk zum historischen Museum der Revolution.
Hier lassen wir uns von einem ehemaligen Guerilla durch die Geschichte des Landes führen. Die USA und insbesondere die CIA nehmen in der Geschichte Nicaraguas einen besonders unrühmlichen Platz ein. Die aktuelle politische Situation wurde sicherheitshalber (Stichwort „Militärdiktatur“) ausgespart. Die Berichte über die vielen Gewalttaten in den 1930er und 1980er Jahren sind ziemlich bedrückend. Es ist aber auch interessant, die Geschichte von einem ehemals Beteiligten zu hören.
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Nicaragua