1. Frank Trojahn
  2. Panamericana 2024/2025
  3. Insel Chiloé, Castro und Quellón

Quellón, Chile - Polarsteps

In der Nacht hat es angefangen zu regnen. Daher müssen wir zur Überquerung der Insel seit langem mal wieder unsere Regenkleidung auspacken. Wir kommen wohl den südlichen Breitengraden Patagoniens mit unbeständigem Wetter langsam aber sicher näher. Die Inselhauptstadt Castro empfängt uns aber schon wieder mit Sonnenschein - und mit den "Palafitos de Pedro Montt", bunte Stelzenhäuser in der Gezeitenzone. An der Plaza de Armas mit der kleinen Inglesia de San Francisco machen wir eine Kaffeepause, bevor wir (wieder im Regen 😤) unser Tagesziel Quellón am südlichen Ende der Insel erreichen. In strahlendem Sonnenschein bewältigen wir am nächsten Morgen die letzten 4 km (!!!) der Panamericana. Hier, an der Punta de Lapas endet nach 22.000 Kilometern offiziell die Panamericana, die in Anchorage/Alaska ihren Startpunkt hat (Haha - davon haben wir gehört 😂). Am Hito Cero (Meilenstein Null) weist ein ankerförmiges Monument darauf hin. Ansonsten hat Quellón, abgesehen von einer schönen alten Kirche und einer tollen Aussicht auf die Berge des Corcovado Nationalparks auf dem gegenüberliegenden Festland (da fahren wir morgen mit der Fähre hin), nicht allzu viel zu bieten. Unser Reiseführer hat gerade einmal zwei Sätze zu Quellón parat: "Wer am Ende der Panamericana einen Regenbogen oder Goldtopf erwartet, wird von dieser häßlichen Hafenstadt enttäuscht sein. Die meisten Besucher kommen nur wegen der Fähre nach Chaitén hierher." Ganz so schlimm ist es dann aber doch nicht - zumindest nicht im Sonnenschein.

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