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Frank Trojahn
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Panamericana 2024/2025
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Rio de Janeiro #1
Rio de Janeiro, Brazil - Polarsteps
Da wir schon mal in der Nähe sind … 😅
Spontan entscheiden wir uns, eine Woche lang Rio anzuschauen.
Mit ihren rd. 14 Millionen Einwohnern in der Metropolregion gehört Rio de Janeiro zu den Megastädten dieser Erde. Wahrzeichen von Rio de Janeiro sind der Zuckerhut und die 38 Meter hohe Christusfigur auf dem Gipfel des Corcovados. Berühmt sind die Strände der Stadtteile Copacabana und Ipanema und der ausgelassene Karneval mit Festwagen, schillernden Kostümen und Sambatänzern. Weiterhin gibt es hier die größten Favelas (Elendsviertel) Südamerikas.
Nach Zweieinhalb Stunden Flug von Iguazú aus kommt das riesige Häusermeer unter uns in Sichtweite. Wir starten früh morgens unsere Besichtigungstour auf dem 700 m hohen Corcovado mit der berühmten Statue "Christo Redentor" (Christus der Erlöser). Mit Uber und Zahnradbahn erreichen wir die Aussichtsplattform, die wir uns jetzt in der Nebensaison mit "nur" wenigen tausend (statt Zehntausenden 😬) anderen Touristen teilen müssen. Der Blick von hier auf die Stadt mit dem Zuckerhut im Hintergrund ist atemberaubend!
In der Innenstadt werden wir quasi genötigt, uns mit dem brasilianischen Nationalgetränk "Caipirinha" (350 ml ca. 1,45€) an der Escadaria Selarón (eine mit farbenfrohen und handbemalten Fliesen verzierte Treppe) vertraut zu machen ☺️. Anschließend überdenken wir den sündigen Genuss in der architektonisch auffälligen Kathedrale 😇, bevor wir gegen Abend den Sonnenuntergang auf dem Zuckerhut bei einer fantastischen Aussicht genießen 😎.
Wir wollen aber auch einen Einblick in das Leben der Menschen in den Favelas an den Rändern der Stadt bekommen. Auf einer Tour führt uns Julieta, die dort aufgewachsen ist, durch die Favela Santa Marta. Hier hat Michael Jackson 1995 sein Musikvideo "They don't care About us" aufgenommen. Ein ortskundiger und in der Favela bekannter Führer ist dazu obligatorisch und fotografieren ist "aus Sicherheitsgründen" nur auf ausdrücklichem Hinweis erlaubt. Über hunderte Treppen laufen wir durch ein chaotisches, von Müll und Hundekot umgebenes Häusergewirr. Das Zusammenleben und die Regeln werden durch die Bewohner selbst festgelegt - es gibt hier keinen Staat oder Polizei. Wir passieren u.a. einen öffentlichen Verkaufs-Stand mit einem Tisch voller Drogen (Heroin, Kokain, Marihuana usw.). Das "Personal" sitzt völlig entspannt mit geladenen Kalaschnikows daneben und grüßt uns sogar beim Vorbeigehen - krass . Die Tour war ziemlich anstrengend und wahnsinnig interessant - hat uns aber auch sehr nachdenklich gemacht 🙄.
Country Guides:
Brazil