1. Freie Waldorfschule Auf der Alb
  2. Bergwelt im Wandel: Exkursion A: Maloja + Fornotal
  3. Nr.6: Der Ort Maloja - die Wahlheimat von Segantini

Maloja District, Switzerland - Polarsteps

Früher war Maloja ein kleiner Maiensäß, der nur Sommers bewohnt war. Heute haben sich reichere Schweizer dort für teuer Geld Zweitwohnungen gebaut, deren Fensterläden die meiste Zeit im Jahr geschlossen sind. So hat Maloja heute achtmal mehr Betten als Einwohner. Die alteingesessenen Einheimischen sprechen drei Sprachen: Deutsch und Italienisch und einen rätoromanischen Lokaldialekt In Maloja befindet sich das Atelier des berühmten Schweizer Malers Segantini. Er hatte eine schwere Kindheit. Seine Mutter starb früh und sein Vater war alkoholsüchtig. Keiner nahm sich Segantini an. Er machte viel Ärger, weshalb ihm seine Cousine aus Strafe die österreichische Staatsbürgerschaft entzog. Daraufhin landete er in einer Erziehungsanstalt, in der einer der Geistlichen sein künstlerisches Talent erkannte und förderte. Die Laufbahn als Maler war eröffnet. Die letzten fünf Jahre seines Lebens verbrachte Segantini auf dem Malojapass, wo er sich sein Atelier errichtete. Dort malte er sein weltberühmtes „Alpentriptychon“. Dies bestand aus drei Bildern, das die Alpen nach den Motiven „Sein“, „Werden“ und „Vergehen“ in drei unterschiedlichen Tages- und Jahreszeiten zeigte.

Country Guides:

Switzerland