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Freie Waldorfschule Auf der Alb
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Bergwelt im Wandel: Exkursion A: Maloja + Fornotal
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Nr. 9: Entwässerte einst in zwei Meere: Der Fornogletscher
Maloja District, Switzerland - Polarsteps
Die Bifurkation des postglazialen Fornogletschers
Früher floss die Orlegna aus dem Val del Forno in den Inn; heute ist sie von der Mera angezapft worden, die sie durch ihr stärkeres Gefälle ins Mittelmeer umleitete. In der Nacheiszeit vor ca. 13.000 Jahren hatte der Fornogletscher eine doppelte Zunge (siehe 1. Grafik), die sowohl in den Silser See als auch in die Mera entwässerte. Man spricht von einer Bifurkation, da das Wasser eines Flusses zwei verschiedenen Meeren zuströmte. Noch heute liegt am Südrand von Maloja eine ganze Schar von länglichen Wällen. Es sind ehemalige End- und Rückzugsmoränen (braun eingezeichnet) des damaligen Fornogletschers. Jenseits davon zieht sich noch heute eine trockene Talrinne zum Silser See (rote Linie markiert die Geländekante der Rinne), die durch den ehemaligen Gletscherbach entstand. Die Häuser auf den Moränen befinden sich in der privilegiertesten Lage Malojas (siehe Photo). Dazwischen erstrecken sich ökologisch wertvolle Moore.
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