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Freie Waldorfschule Auf der Alb
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Bergwelt im Wandel: Exkursion A: Maloja + Fornotal
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Nr. 10: Das Moor Cad-Maté
Maloja District, Switzerland - Polarsteps
Im Bereich der Passhöhe fallen Feuchtwiesen und auch Hochmoorflächen auf. Nach der Eiszeit füllten sich die Mulden zwischen den Moränenwällen zunächst mit Wasser und verlandeten schließlich. Das immer weiter wachsende Torfmoos baute nach unten Torfschichten auf. Da es ein saures Milieu schafft, kann es nicht zu Humus zersetzt werden, also stapelt sich der angerottete Torf Schicht um Schicht übereinander. Die Torfmoore speisen sich vom Regen, sind nährstoffarm und sauer, sodass neben den Torfmoosen nur wenige Pflanzen, wie Wollgräser oder der Mücken vertilgende Sonnentau die offenen Feuchtflächen besiedeln. Ferner sind Moore ein „Gedächtnis der Landschaft“. Sie konservieren die Blütenpollen, sodass sich Forscher daraus die Vegetationsentwicklung erschließen können. So ist z.B. das Moor Cad Maté zwischen zwei Moränenwällen des Fornogletschers jünger als Moore, die sich schon nach dem früheren Rückzug des Inngletschers auf dem Felsriegel des Malojapasses gebildet hatten.
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Switzerland