1. Freie Waldorfschule Auf der Alb
  2. Exkursion B: Fornohütte - Monte del Forno-Südgrat
  3. B3 Ein Stück Mittelozeanischer Rücken auf dem Gipfel des Monte del Forno

Strenciuri, Switzerland - Polarsteps

Auf dem Fornosüdgrad fällt eine eigenartige Felspartie auf, die seltsame, rosarote Pusteln aufweist; das ist der Rhodonit. Die rosa Pusteln sind Magankonkretionen. Sie kommen unter anderem noch heute am Ozeanboden im Umfeld heißer untermeerischer Quellen vor. Darüber lagern unter Druck und Hitze umgewandelte, z.T. mit Mangan angereicherte Tone, die heute einen leicht purpur schillernden Manganglimmerschiefer aufbauen. Noch eine weitere Beobachtung in der Felspartie unter dem Rhodonit (Rosenstein) deutet ebenfalls auf die ozeanische Herkunft des Fornogipfels. Dort befindet sich ein eigenartiges Gewebe aus rötlich-grünlichen Schlieren, die schwärzliche Gesteinskerne umschließen. Hierbei handelt es sich um im Zuge der Alpenfaltung zerbrochene Kissenlaven, die sich einst infolge eines untermeerischen Vulkanismus an einem Mittelozeanischen Rücken bildeten. Durch die Umwandlung des Gesteins unter Druck und Hitze bei der Alpenbildung wurden die Bruchstücke der Kissenlaven wieder durch Mineralneu- und umbildungen verkittet, sodass die bizarre Felspartie heute einen Epidotschlierenamphibolit darstellt. Hier lassen sich in den Klüften immer wieder schöne ausgewachsene Epidotkristalle finden.

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