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Freie Waldorfschule Auf der Alb
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Exkursion C: Rund um die Fornohütte
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C 4: Ansätze von Frostmusterböden
Maloja District, Switzerland - Polarsteps
Wenn man über der Fornohütte wandert, kann man entdecken, dass der plattige Gesteinsschutt vor allem der Aplitganggesteine sich kreisförmig angeordnet hat. An leichten Abhängen hingegen ordnet sich der plattige Gesteinsschutt so an, dass es wie „gepflastert“ wirkt.
Wie kommen solche sogenannten Frostmusterböden zustande?
Sie entstanden nach Abschmelzen des Gletschers in der Nacheiszeit. Es war noch so kalt, dass der Boden dauernd gefroren war. Im Sommer schmolz jedoch der Oberboden auf, im Winter gefror er wieder. Sobald sich stellenweise kiesiges Material und damit auch mehr Wasser im Boden anreichern konnte, entstand im Winter eine Eislinse. Da sich Eis beim Gefrieren ausdehnt, entstand eine regelrechte „Frostbeule“, sodass die Steinplatten zur Seite rutschten und dabei teilweise senkrecht gestellt wurden. Damit war ein Steinkreis beziehungsweise ein Frostmusterboden entstanden. Wenn im Sommer der gefrorene Oberboden auftaute, bildete sich eine oft mit Wasser gefüllte Mulde. Im Winter entstand dann wieder die Aufwölbung der Eislinse. So sortierte sich das Gestein immer weiter. Allerdings sind die Frostmusterböden in der Nähe der Fornohütte nicht mehr aktiv und auch nur ansatzweise ausgebildet.
Viel deutlicher treten die Spuren des Bodenfließens ins Auge. In leichten Hanglangen gerät der Boden durch das sommerliche Auftauen der oberen Bodenschicht auf dem darunterliegenden Dauerforstboden in eine langsame, kriechende Bewegung und fängt an zu fließen. Die Steine fließen mit und lagern sich wie „gepflastert" ab, sodass man gut darauf gehen kann.
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