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Freie Waldorfschule Auf der Alb
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Exkursion D: Fornogletscher
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D2: Gletschervorfeld
Bregaglia, Switzerland - Polarsteps
Das Gletschervorfeld ändert von Jahr zu Jahr sein Gesicht, auch wenn der Formenschatz ähnlich bleibt. So finden sich meist Zungenbecken, die den Gletscherstand der Vorjahre markieren; Toteislöcher, - kleine kreisrunde Seen, die sich bilden, wenn eine mit Gestein verschüttete Eisscholle schmilzt (siehe erste Zeichnung) und Terrassenstufen. Sie entstehen durch die unterschiedliche Wasserführung des Gletscherbaches im Winter und im Sommer: Während er im Winter bei geringer Wasserführung aufschottert, gräbt er sich im Sommer bei hohem Schmelzwasseraufkommen in seine eigenen Schotter unter Bildung einer Terassenstufe wieder ein.
Seit 2018 haben wir mit kleineren Unterbrechungen Jahr für Jahr die Gletscherstände vermessen. Die abgebildete Karte zeigt das Gletschervorfeld aus dem Jahr 2022 und die Gletscherstände in den Jahren davor und danach. Dabei wird sichtbar, dass sich der Gletscherrückgang derzeit beschleunigt. Seit Projektbeginn hat sich die Gletscherzunge 230m zurückgezogen. Vor allem in den letzten beiden Jahren betrug der Rückgang pro Jahr über 40m. In den Jahren davor waren es auch mal um die 20m. Dies hat einerseits mit einer Häufung der sehr warmen Sommer zu tun aber auch mit dem Gelände und der lokalen Eismächtigkeit.
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