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Europa Teil 3
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Empoli
Empoli, Italy - Polarsteps
Vino e Olio,
Nach einem herzhaften Sonntags-Frühstück mit Rührei, Speck und Baked Beans fahren wir gegen zehn Uhr vom Platz (die Uhr am Autodisplay ist noch nicht umgestellt). Wir lassen es darauf ankommen und wählen die zeitlich längere Strecke. Wir gehen davon aus dadurch mehr von der Landschaft zu sehen und sparen die Mautgebühr für die Autobahn. Unser Ziel ist ein kleiner Weinbauernhof in der Nähe von Florenz. Die Strecke dahin hat es in sich, es geht in scharfen Kurven steil bergauf und bergab, Fini steuert Frido sicher über die Piste und wir haben immer wieder tolle Ausblicke über die waldreichen Hügel und Täler. Bei Gegenverkehr wird es auf den schmalen Straßen zum Teil sehr knapp. Gut, dass nicht so viel los ist. Auf die zahlreichen Radfahrer müssen wir dafür umso mehr achten.
In einer kleinen Ortschaft kurz hinter der Grenze zwischen Emilia-Romagna und der Toskana halten wir für Mineralwasser und Snacks in einem Coop-Supermarkt, der auch am Sonntag geöffnet hat.
Dann geht es weiter in Richtung Pistoia und über Land vorbei an der Ortschaft Vinci, ja von hier muss der berühmte Leonardo kommen. Die letzte größere Ortschaft die wir heute durchqueren heißt Empoli, etwas oberhalb der Stadt erreichen wir gegen halbdrei die kleine Azienda Agricola Montaioncino.
Anmelden können wir uns erst ab sechzehn Uhr, also bewegen wir Flips ein wenig und genießen bei unserem Sonntagsweizen die Aussicht - keine Angst, Wein trinken wir später auch noch.
Gefahren ___.___.135 km
+ Übertrag ___.___.846 km
= Total ___.___.981 km
Zwischen halb vier und vier taucht dann eine kleine, stämmige Frau auf. Zusammen mit den anderen heute angereisten Gästen stellen wir uns kurz vor und sie notiert sich unsere Namen in einem kleinen Ringordner. Wir melden uns auch gleich zum Abendessen mit Weinprobe an und spielen bis es soweit ist noch einige Runden Skyjo, ein Kartenspiel.
Um sieben finden wir uns dann in einer kleinen Halle ein, hier standen vielleicht mal Traubenpressen oder so. Es sieht jedenfalls etwas nach ausgeräumter Werkstatt aus. Wir lernen Carlos kennen der mit uns am Tisch sitzt er ist aus Offenbach und will morgen von hier aus nach Rom radeln. Unsere Gastgeberin serviert uns zunächst Weißbrot mit Olivenöl, Salami und geräuchertem Schinken.
Dazu eine Flasche Weißwein.
Als Hauptgang können wir uns zwischen selbstgemachten Nudeln mit Hackfleischsoße oder mit Trüffeln entscheiden. Fini und ich nehmen zusammen beides und tauschen nach der Hälfte. Die Pasta und die Soßen schmecken hervorragend.
Zu trinken gibt es eine Flasche Rosé und danach bekommen wir noch eine Flasche Chianti auf den Tisch.
Als Nachtisch nimmt Fini eine Portion Tiramisu und ich ein Stück Schokokuchen, der sehr schwer und sehr schokoladig ist und sehr gut zum Chianti passt.
Wir haben einen kurzweiligen und unterhaltsamen Abend, danke für die Gastfreundschaft. Daniela, die Gastgeberin, erklärt uns, dass die Weine und das Olivenöl aus eigener Herstellung sind.
Der nächste Morgen ist wieder sonnendurchflutet und ich drehe mit Flips eine Runde durch die Olivenhaine, die sich rund um den Hof erstrecken. Wir lassen es gemütlich angehen. Fini döst noch vor sich hin, ich beschäftige mich am Laptop ein wenig. Beim Bezahlen nehme ich noch eine Flasche Chianti mit, der hat uns von den drei Weinen gestern am besten geschmeckt. Dann hüpfen wir noch unter die Dusche und machen uns abfahrbereit.
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