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Europa Teil 3
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Municipality of Milopotamos
Municipality of Milopotamos, Greece - Polarsteps
Eigentlich wollen wir nur Wasser holen
Auf unserem Weg nach Westen suchen wir via Park4Night eine Möglichkeit um unsere Wasserkanister auffüllen zu können. So kommen wir bei Sises ins bergige Hinterland und kurven um eine Serpentine nach der anderen. Am Ortsrand von Chonos können wir dann unsere drei Kanister an einer gefassten Quelle füllen. Inzwischen ist es am dunkel werden, wir haben Hunger und wissen noch nicht wo wir die Nacht verbringen wollen. Ersteres beschließen wir zu ändern indem wir in einem der Lokale einkehren, an denen wir vorbeigekommen sind. So landen wir in der Taverne Platanos.
In der rustikalen Wirtschaft mit offenem Kamin in der Ecke sitzt eine Familie am Tisch, ich frage erstmal, ob überhaupt geöffnet, oder geschlossene Gesellschaft ist. Die Kinder spielen, eine Frau gipfelt grüne Bohnen, an einem Tisch vor dem Tresen sitzt ein alter Mann mit schiefer Mütze der irgendetwas isst. Es wirkt gemütlich aber auch sehr privat auf uns.
So oder so, wir werden an einen Tisch gebeten und bekommen die Karte gereicht. Auf einer Doppelseite steht, was die Küche bietet. Links auf griechisch, rechts auf englisch. Viel vom Schwein, dazu typische Vorspeißen und alles sehr preiswert.
Fini entscheidet sich für Souvlaki, Fleisch vom Spieß gibt es heute leider nicht, also nehme ich Apaki. Vorab wollen wir die gefüllten Weinblätter und gegen den Durst ein Bier.
Wenig später kommen dann die Getränke, Brot und ein Teller voll mit den Weinblättern. Diese werden warm serviert, sind mit Reis gefüllt und schmecken hervorragend. Etwas später bringt der Chef Fini's Souvlaki und mein Apaki. Dabei handelt es sich um besonders gewürztes Fleisch vom Schwein, mich erinnert es etwas an Kassler. Dazu gibt es jeweils Pommes, etwas Tomate, Gurke und Tzatsiki.
Das Essen schmeckt sehr gut. Fini schafft allerdings die Hälfte ihrer Pommes nicht und so muss ich mich etwas anstrengen um die Teller leer zu putzen. Zufrieden und mehr als satt staunen wir dann nicht schlecht, als wir einen großen Teller mit fritierten Teigbällchen, Vanilleis und einer Zimt-Honig-Sesam-Soße vorgesetzt bekommen, dazu eine kleine Karaffe mit einem Obst- oder Birnenbrand. Einfach so, als Gruß der Küche wenn man so will.
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