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Europa Teil 3
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Elafonisi
Municipality of Kissamos, Greece - Polarsteps
Zeus und Poseidon
Bei stürmischem Wetter, bleigraue Wolken ziehen über den Himmel, erreichen wir den Elafonisi-Beach im Südwesten Kretas.
Gefahren ___.___.__7 km
+ Übertrag ___.__4.011 km
= Total ___.__4.018 km
Mit Flips drehen wir eine kleine Runde, dann wage ich mich mit dem SUP in die Brandung. Mir fällt es extrem schwer gegen den Wind zu paddeln und nachdem mich eine Welle auch noch vom Board gespült hat lass' ich es für heute gut sein. Wir machen es uns gemütlich und sind froh unseren Frido im Windschatten eines dichten, großen Busches geparkt haben zu können. Besonders als gegen Spätnachmittag starker Regen einsetzt und ein Gewitter über dem Meer aufzieht. Wir können Blitze beobachten, lauschen dem Donner und genießen den Blick auf die stürmische See. Es ist als würden Zeus und Poseidon gegeneinander kämpfen.
Am Donnerstag wandern wir ein Stück die Küste entlang und lernen James kennen. Er kommt aus Bristol, arbeitet zuletzt auf einer Ölbohrinsel in der Nordsee und ist mit dem Motorrad unterwegs. Er will irgendwann mit seiner Honda bis nach Südafrika und einen Bildband über verschiedene Cafés auf der Strecke herausbringen: From Southampton to Southafrica. Am Abend hat er ein Lagerfeuer angemacht und uns eingeladen. Wir erzählen uns gegenseitig vom Reisen, trinken Weißwein und Nussgeist, den er aus Österreich hat.
Freitags starten wir eine Erkundungstour auf die vorgelagerte Insel Elafonisi. Dafür waten wir durch einen glasklaren Priel, der die Bucht im Osten mit der Flachwasserlagune im Westen verbindet. Auf der Insel spazieren wir zwischen Dünen und Bambushalmen auf und ab, bis zum Leuchtturm ganz im Westen schaffen wir es aber nicht. Wir gehen auf dem Rückweg plantschen und Fini lässt das SUP in der Lagune zu Wasser. Mit dem Wind kommt sie schnell raus, hat beim Zurückpaddeln aber keine Chance und steigt schließlich ab - wer sein SUP liebt, schiebt. Wir haben uns für den Abend nochmal mit James für ein Lagerfeuer verabredet. Dafür sammeln wir Brennholz und stellen Getränke kalt. Unweit von uns steht ein Campervan aus Mannheim, Evelin und Dennis sind damit unterwegs. Wir hatten die beiden am Mittwoch bereits kurz kennengelernt. Wir sagen ihnen wegen dem Lagerfeuer Bescheid und machen dann eine Kleinigkeit zu essen bevor wir uns James anschließen. Dann verbringen wir den Abend in gemütlicher Runde am Strand mit Feuer, Drinks und Musik. Irgendwann ist leider auch der schönste Abend zu Ende und wir verabschieden uns. Fini legt sich zügig ab, ich trinke noch ein Absackerbierchen und genieße den Blick auf den vom Mond hell erleuchteten Strand und die silbern glitzernde Brandung.
Den nächsten Tag verbringt Fini im Bett, ich versuche mich mit der Angel, spaziere ins nahe gelegen Örtchen für ein paar Einkäufe und räume im und um den Bus herum etwas auf. Am Abend ist es wieder sehr windig und so lassen wir den Tag im Frido ausklingen.
Über Nacht regnet es sich ein. Am Sonntagvormittag können wir eine trockene Stunde abpassen und unsere sieben Sachen draußen aufräumen. Als wir gegen Mittag dann weiterfahren schüttet es wieder stark und auf den Schotterstraßen entstehen richtig kleine Bachläufe.
Unser Fazit zu Elafonisi:
Wer Kreta besucht sollte sich diesen traumhaften Ort nicht entgehen lassen, auch wenn es je nach Wetterlage sehr stürmisch sein kann.
Country Guides:
Greece