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Europa Teil 3
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Heraklion
Heraklion, Greece - Polarsteps
... und wieder zurück
Eine wunderbare Zeit auf Kreta neigt sich dem Ende zu. Nachdem wir gestern bereits das SUP-Board und unsere Campingmöbel eingeräumt haben, geht es heute Vormittag ganz schnell. Kurz vor zehn starten wir und lassen den Traumstrand von Elafonissi mit einem Tränchen im Auge hinter uns.
Es geht die inzwischen recht gut bekannte, kurvige Bergstraße nach Norden bis Kissamos. Wir kommen nochmal durch die engen Dörfer, vorbei an tiefen Schluchten und nehmen dunkle, einspurige Tunnel. Auf dem Weg von Kissamos nach Heraklion kommen wir auf der Schnellstraße gut voran. Vorbei an Chania und Rethymno schnurrt Frido munter nach Osten. In einer zweispurig ausgebauten, langgezogenen Rechtskurve lässt es hinter uns plötzlich einen Schlag!
Die Kühlschranktür ist aufgesprungen, der untere der beiden Glasböden herausgerutscht und in viele kleine Scherben zersprungen. Dazwischen liegen die Mayo-Flasche, ein offener Joghurt-Becher und der Rest Gemüsecurry vom Vorabend. Natürlich auf dem hellen Wollteppich. Wenn schon, denn schon.
Wir halten am Straßenrand, räumen das gröbste schnell zusammen, gut, dass es Sicherheitsglas ist, und fahren dann etwas zerknirscht weiter. Kurz vor Heraklion halten wir an einem Gyrosgrill und nehmen zum Abschied von der Insel nochmal zwei Pita-Rollen auf die Hand. Als nächstes halten wir bei einem Supermarkt um Vorräte und Getränke und Snacks für die Überfahrt einzukaufen. Von hier fahren wir zum Praktiker-Baumarkt, wo wir schon die Gaskartuschen gekauft haben um nach Ersatz für die Bodenplatte im Kühlschrank zu suchen. Tatsächlich finde ich im Restekorb vom Zuschnitt auch eine passendes Stück Holzfaserplatte für neunundachzig Cent. Die Maße passen leider nicht ganz und am Zuschnitt arbeitet heute keiner mehr, also heißt es selber machen.
Vor dem Baumarkt belegen wir uns noch Vesperbrote, packen unsere Rucksäcke und machen uns dann auf dem Weg zum Fähranleger. Hier kommen wir auch zügig an die Reihe, unsere Tickets werden kontrolliert und wir werden im Autodeck eingewiesen.
Gefahren ___.___.240 km
+ Übertrag ___.__5.177 km
= Total ___.__5.417 km
Wir sind relativ früh dran, es ist also noch nicht viel los und so ist auch der Check-In an der Rezeption schnell erledigt. Wir beziehen unsere Kabine und schlendern dann von Bug bis Achtern über die Personendecks um uns ein Bild von der Situation an Bord zu machen. Schiff ahoi.
Eine gute halbe Stunde später als geplant legt die Nissos Rodos im Hafen ab. Wir essen unser Vesperbrot und machen es uns in den Kojen gemütlich. Je mehr wir die Insel hinter uns lassen, desto mehr Seegang ist zu spüren. In der kleinen Nasszelle der Kabine wird das Abduschen da schon zur Herausforderung, aber es lohnt sich und tut gut, ist es doch die erste richtig heiße Dusche nach Tagen.
Gegen Mitternacht drehe ich mit Flips nochmal eine Runde übers Außendeck, die frische Luft tut gut. In Richtung Bug kommen wir aber nicht, der Wind ist einfach zu stark. Also verkriechen wir uns in unserer Kajüte und fallen in einen unruhigen Schlaf. Flips bellt immer mal wieder mit dem Hund in der Nachbarkabine um die Wette und der Seegang lässt einfach nicht nach.
Um sechs Uhr klingelt Finis Wecker, kurz darauf schallt es aus dem Lautsprecher, dass das Schiff in Kürze in den Hafen einläuft und wir uns bereit machen können. Schnell die Zähne geputzt, angezogen und den Rucksack gepackt, stehen wir zwanzig Minuten später mit den anderen Fahrgästen im Warteraum vor der Rezeption. Es ist inzwischen kurz nach sieben. Dann können wir aufs Autodeck, wo wir nochmal eine gute halbe Stunde warten, bis wir mit Frido etwas platt aber erleichtert vom Schiff rollen.
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