1. Europa Teil 3
  2. Municipal Unit of Delphi

Municipal Unit of Delphi, Greece - Polarsteps

Über dem "Meer der Oliven" Von Arachova ist es nicht mehr weit bis Delphi. Die Strecke führt einige Serpentinen hinunter und unsere Bremsen schimpfen immer mehr, bis schließlich die Kontrollleuchte anspringt und Frido uns den Hinweis aufs Display wirft, dass die Bremsbeläge kontrolliert werden müssten. Bereits in Piraeus haben wir gemerkt, dass es langsam Zeit dafür wird. Die Berge Kretas fordern wohl nachträglich ihren Tribut. Am Eingang zum Archäologiepark von Delphi angekommen können wir direkt an der Straße halten und ich frage am Drehkreuz nach Öffnungszeiten, Eintrittspreis und Hundetoleranz. Es ist etwa vierzehn Uhr, Park und Museum sind noch eine Stunde geöffnet, was sich nicht mehr lohnt, wie die Mitarbeiterin meint. Pro Person kostet es sechs Euro, im Somme mehr kann ich mir vorstellen. Hunde sind leider nicht gestattet, vielleicht hat die Direktion Angst, dass die Vierbeiner etwas ausgraben, was bisher unentdeckt war. Wir entscheiden uns jedenfalls dafür die Ausgrabungsstätte mit dem seit der Anthike bekannten Orakel von Delphi nicht zu besuchen. An der Straße hält ein Van mit Kennzeichen Massachusetts, eine Frau steigt aus und informiert sich auch am Drehkreuz. Danach rollt der Sprinter wieder an, hält auf unserer Höhe an und die Beiden fragen uns, ob wir wissen, wo ein guter Campingplatz ist. Fini hat den Mer des Oliviers de Delphes auf dem Schirm, weil die bekannt für ihr Olivenöl sind. Sie bedanken sich und fahren weiter. Wir fahren in die gleiche Richtung und sehen das Auto wenig später tatsächlich auf dem Campingplatz stehen. Wir wollen auf jeden Fall von dem preisgelrönten Olivenöl kosten und auch etwas kaufen und ich frage an der Rezeption, was die Nacht kostet. Geduscht habeb wir zwar erst auf der Fähre, aber wir sollten dringend mal wieder waschen. Die Nacht kostet zwanzig Euro, die Waschmaschine fünf Euro pro halbe Stunde, einen Trockner gibt es nicht. Das Wetter ist nicht gerade ideal zum Wäsche aufhängen, also verschieben wir diese Aktion nochmal, für eine Nacht checken wir aber trotzdem ein. Gefahren ___.___._20 km + Übertrag ___.__5.571 km = Total ___.__5.591 km Wir parken vor einer kniehohen Mauer, mit wunderbarem Blick über den Olivenhain bis runter zum Golf von Korinth. Als wir Frido ausgerichtet und uns eingerichtet haben, kommt der Mann von der Rezeption mit einer kleinen Platte Oliven, Olivenpaste und einer Probe von dem Olivenöl zu uns, eim Gruß des Hauses. Mit der zweiten Platte geht er weiter zu dem Paar aus den USA. Kurz darauf ruft die Frau uns zu, wir können ihnen gerne Gesellschaft leisten. Daraus entwickelt sich dann ein schöner, kurzweiliger Nachmittag. Ashley und Paul laden stellen uns einen Teller mit Crackern und Orangen aus Albanien hin und schenken uns großzügig von ihrem Wein aus. Er ist Lehrer, geboren und aufgewachen in Boston, wo die Beiden auch leben, sie gebürtige Südkoreanerin. Wir tauschen uns übers Reisen aus, Ashley war schon in Island, Peru auf den Galapagos-Inseln, in Afrika und in Asien unterwegs. Sie hat weit über fünfzig Länder bereist. Paul nicht ganz so viele. Mit dem Van waren sie zusammen in Kanada, im Oman und der Türkei und zuletzt in Europa, von Belgien über Österreich, Italien und den Balkan bis nach Griechenland auf Achse. Irgendwann kommen wir auf das Thema Essen und Ashley lobt in hohen Tönen, wie gesund die koreanische Küche ist und dass sie uns gerne orginal Koreanische Nudelsuppe kochen kann, das können wir schlecht ausschlagen. Später sagen wir beide unabhängig voneinander, dass wir mit frisch geschnippeltem Gemüse und Co. gerechnet haben, nachdem wir von den kulinarischen Highlights gehört haben und wie wohltuend und bekömmlich das Essen aus Korea ist. Paul baut also einen kleinen Elektroherd neben unserem Campingstuhlkreis auf und Ashley zaubert vier Tüten Instandnudeln aus dem Gepäck. Ok, damit haben wir nicht gerechnet, aber wir lassen uns die Heiße Suppe trotzdem schmecken. Fini wenigstens zur Hälfte, dann wird es ihr zu scharf. Dazu tischt uns Ashley selbstgemachtes Kimchi auf, also fermentierten Weißkohl. Der erste Biss ist etwas gewöhnungsbedürftig, aber ich finde es zu lecker und sehr gut zu der Nudelsuppe. Als die Sonne untergeht wird es schnell kalt und wir verabschieden uns von den Beiden, sagen Danke für die schöne Zeit und wünschen allzeit gute Weiterreise. Zum Abendessen kocht Fini einen herzhaften Eintopf mit Kohl und Hackfleisch, danach brauchen wir nichts mehr und lassen den Tag ausklingen. Am nächsten Vormittag frühstücken wir mit dem unbeschreiblich schönen Blick über das Mer des Oliviers, räumem auf und füllen unsere Wasserkanister. Dann springen wir noch unter eine sehr gute, heiße Dusch und kaufen beim Bezahlen, im platzeigenen Olivengeschäft noch großzügig ein.

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