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Europa Teil 3
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Stylida
Stylida, Greece - Polarsteps
Am Golf von Malia
Zunächst fahren wir auf der E65 hinunter in Richtung Amfissa. Von hier aus folgen wir der gut ausgebauten Schnellstraße nach Norden, rechts von uns lassen wir das Bergmassiv des Parnass hinter uns.
Nach etwa einer Stunde Fahrt sehen wir den Golf von Malia und eine weitläufige Marschlandschaft unter uns. Auf den Serpentinen die uns nach unten bringen machen sich unserer Bremsen mehr und mehr bemerkbar. Gut, dass wir schon einen Werkstatttermin im nahen Stilida in Aussicht haben.
Auf der Südseite des Golfs von Malia befinden sich heiße Schwefelquellen, die Thermopylen. In Basins sammelt sich das rund vierzieg Grad warme Wasser.
In der Anthike war der Ort von strategischer Bedeutung, da das Ufer des Golfs damals bis fast an den Fuß der Berge reichte und so nur ein schmaler Weg begehbar war. Hier fand im Spätsommer 480 v. Chr. zum Beispiel die "Schlacht der Dreihundert" statt.
Wir überqueren das Marschland und fahren in Stilia die Autowerkstatt an, die ich bereits angeschrieben hatte. Der Mechaniker, Georg, checkt Fridos Fahrzeugnummer und bestellt die Bremsbeläge, eventuell kann er sie morgen schon austauschen. Danach halten wir etwas außerhalb in der Nähe eines kleinen, heruntergekommenen Parks.
Gefahren ___.___.104 km
+ Übertrag ___.__5.591 km
= Total ___.__5.695 km
Es sind einige Spaziergänger am Wasser unterwegs, in der Fahrrinne vor uns laufen Fischerboote aus und ein, der kleine Hafen ist nicht weit. Der Stellplatz ist nicht der schönste aber wir fühlen uns soweit sicher und bleiben. Zum Abendessen gibt es den restlichen Eintopf vom Vortag. Im letzten Licht der Sonne, die hinter schneebedeckten Gipfeln untergeht versuche ich mein Anglerglück, allerdings ohne Biss.
Am nächsten Vormittag kontaktiere ich nochmal die Werkstatt, wir können später um vierzehn Uhr vorbeikommen, super. Gegen Mittag rolle ich mit dem Longboard in die Ortsmitte, kaufe im Supermarkt ein paar Sachen ein und hole noch zwei Pita-Rollen, Mahlzeit. Nach Essen telefonieren wir mit meiner Oma, dann ist es auch schon Zeit für die neuen Bremsen.
Wir fahren vor und können direkt auf der, doch relativ schmalen, Straße stehen bleiben, das sei kein Problem meint Georg, wenn sich jemand beschwert würde er einfach sagen das es auch noch andere Wege gibt. Er legt sich dabei auf den Asphalt, lacht und sagt "crazy greek people". Knapp zwei Stunden später sind die Bremsbeläge ausgetauscht und Georg konnte mir dazu noch neue Stecker für die Schutzleiste hinter der Schiebetür geben. Jetzt ist das Plastikbord auch wieder dran.
Georg möchte dann noch eine Runde mitfahren und aufpassen, ob Alles rund läuft. Er hat mich beim Austausch der Bremsbeläge nämlich schon darauf aufmerksam gemacht, dass die beiden Blechprofile, die oberhalb und unterhalb der Beläge sitzen eventuell an der Bremsscheine kratzen könnten. Zumindest am Rost, der an der Kante sitzt. So ist es dann auch, vor Allem beim einschlagen nach links und rechts ist es deutlich zu hören, das gehe nach zwanzig bis dreißig Kilometern weg, versichert Georg.
Alles klar, wir bezahlen den Mann, bedanken uns für die kurzfristige und zügige Arbeit und lassen Stilida hinter uns.
Siehe auch:
Ρήγας Σέρβις
+30 2238 022078
https://maps.app.goo.gl/MRHAZbK8mixrGc8G8
Country Guides:
Greece