1. Europa Teil 3
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Braiša - Brajsh, Montenegro - Polarsteps

Montenegro Die Strecke führt uns nahe Shkodra am gleichnamigen See vorbei und von hier auf der SH41 durch Oblikë und Muriqan bis zur Grenze zwischen Dodaj in Albanien und Cукобин (Sukobin) in Montenegro. Vor den Schranken und Häuschen läuft ein älterer, hagerer Mann umher, gestikuliert wild mit den Armen und schreit etwas durch die Gegend bis einer der Grenzer auf ihn einredet. Wir sind an der Reihe kontrolliert zu werden und können das Theater nicht weiter verfolgen. An der Schranke reiche ich, wie eine Woche zuvor bei der Einreise nach Albanien, unsere Dokumente durch das kleine Schiebefenster zu meiner Linken. Ein freundlicher, bereits ergrauter Grenzer bittet darum den Camper zu öffnen. Er steigt zur Schiebetür ein, ich schalte das Licht an und er öffnet die Schranktürchen nacheinander. Mit Handzeichen und ein paar Brocken Englisch möchte er wissen, wie lange wir in Albanien waren, ob es Probleme gibt und wir etwas zu Rauchen dabei haben. Wir geben Auskunft, er ist offenbar zufrieden und sagt sowas wie Germania super, Germania no Problems. Fünf Meter weiter bleiben wir nochmal kurz am Schlagbaum von Montenegro stehen, bekommen unsere Reisepässe zurück ins Auto gereicht und dürfen weiterfahren. Das wars, wir sind im Land. Wir lassen die Grenze hinter uns und fahren auf der Straße, die jetzt M2.4 heißt weiter nach Westen. An einer Lukoil-Tankstelle, wir sind von den Preisen positiv überrascht, biegen wir nach Norden auf die P16 in Richtung Brajše ab. Die kleinere Straße führt uns auf der Südseite eines Bergrückens bis auf dessen Kamm. Bei der Aussichtsplattform Vidikovac Stegvas unweit der Grenze zu Albanien beziehen wir das erste mal Nachtquartier in Montenegro. Gefahren ___.___.106 km + Übertrag ___.__6.881 km = Total ___.__6.987 km Unter uns, im Norden breitet sich der Shkodra, der Skutarisee aus, der größte See der Balkanhalbinsel. Vom Tal her weht ein eisiger Wind zu uns herauf, auf den Berggipfeln ringsherum liegt Schnee. Der Blick von der anderen Seite des Bergrückens, nach Süden öffnet sich uns bis zur Adria. Wir sehen weit ins Land, vom Grenzfluss Buna im Osten und darüber hinaus ins Marschland auf albanischer Seite, über das Küstenstädtchen Ulcinj bis zu hohen Bergen im Nordwesten. Wir schalten die Heizung an, machen die Schotten dicht und freuen uns das kleine Land die nächsten Tage zu erkunden.

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